Künstliche Intelligenz im Alltag: Chancen, Risiken und neue Routinen
Ob Sprachassistenten, smarte Thermostate oder personalisierte Werbung – KI begleitet uns längst im
Alltag, oft unbemerkt. Diese Technologien sollen Komfort schaffen, Zeit sparen und unser Leben
effizienter gestalten. Doch sie werfen auch Fragen auf: Was passiert mit unseren Daten? Wie gläsern
wird der Mensch? Ein kritischer Blick auf die unsichtbare Macht intelligenter Systeme Die
Integration von Künstlicher Intelligenz in das Schweizer Bildungssystem schreitet stetig voran.
Schulen und Hochschulen testen zunehmend digitale Plattformen, die mit lernenden Algorithmen
arbeiten. Ziel ist es, den Unterricht individueller zu gestalten – angepasst an das Lerntempo und
die Stärken jedes Schülers.
Adaptive Lernsysteme wie Labster, Knewton oder sogar lokal entwickelte Tools reagieren auf die
Eingaben der Lernenden und schlagen passende Übungen, Videos oder vertiefende Inhalte vor. So kann
beispielsweise ein Schüler mit Schwächen in Mathematik gezielt gefördert werden, ohne dass der
Lehrer jedes Detail im Blick behalten muss.
Besonders innovativ sind Anwendungen im Sprachunterricht: KI-basierte Sprachanalyse erkennt
Aussprachefehler und gibt sofort Feedback. In technischen Berufen werden Simulationen mit KI-Logik
eingesetzt, um realistische Szenarien virtuell durchzuspielen – etwa im Maschinenbau oder in der
Pflege.
Doch auch hier sind Datenschutz und digitale Chancengleichheit zentrale Themen. Nicht alle Schulen
verfügen über die notwendige Infrastruktur, und nicht jedes Kind hat zu Hause Zugang zu digitalen
Endgeräten. Die Schweiz investiert deshalb gezielt in Bildungstechnologie – auch als strategisches
Mittel, um den Fachkräftemangel in Zukunftsbranchen zu bekämpfen.
KI wird den Lehrer nicht ersetzen – aber sie kann ihm helfen, mehr Zeit für das Wesentliche zu
haben: den direkten Kontakt mit den Lernenden.